Beleuchtung am Arbeitsplatz


Richtige Beleuchtung kann die Produktivität steigern
Licht in unserem Alltag ist wichtig für unser Wohlbefinden, aber umso wichtiger ist das richtige Licht an unserem Arbeitsplatz. Der Idealfall wäre natürliches Licht am Arbeitsplatz, so wird der Biorhythmus der Arbeiter auf ganz natürliche Weise gesteuert. Jedoch sind meist nicht alle Arbeitsplätze mit ausreichend Sonnenlicht versorgt. Und hier kommt die Lichttechnik ins Spiel. Durch den Einsatz von gut abgestimmten Lichtquellen lässt sich die Qualität der Arbeit enorm verbessern. Langfristig lässt sich so auch die körperliche und geistige Gesundheit der Mitarbeiter positiv beeinflussen. Mehrere Studien von verschiedenen Instituten haben belegt, dass Arbeiter unter dem Einsatz von gut abgestimmten Lichtverhältnissen ihre Leistung deutlich verbessert haben. Sie waren munterer, motivierter und leistungsbereiter. Auch die Fehlerquote bei der Arbeit ist deutlich gesunken.

Die Richtige Lichtstärke
Doch was ist die richtige Lichtstärke am Arbeitsplatz? Die benötigte Lichtstärke ist von der Art der Tätigkeit und von dem Gesundheitszustand des Mitarbeiter abhängig. Menschen mit eingeschränkter Sehkraft, oft ältere Mitarbeiter, benötigen in der Regel eine höhere Luxzahl, als Mitarbeiter mit gesunder Sehkraft.


Ergonomische Richtlinien für die Arbeitsplatz Beleuchtung

Art der Arbeit

Beleuchtungsstärke [Lux]

Beispiele

grob

50-200

Lagerräume

mittel

200-300

Verpackung und Versand, einfache Montagen, beim Drehen, Bohren, Fräsen

fein

500-750

Lesen, Schreiben, Buchführung, Montage feiner Geräte, feine Arbeiten an Werkzeugmaschinen

sehr fein bis extrem fein

1000-2000

Technisches Zeichnen, Prüfen, Montage feiner elektronischer Teile

Immer ausreichend Licht
Da es jedoch, auf Grund des wechselnden Tageslichtes, schwer ist, immer eine konstante Lichtsituation zu erzeugen, empfiehlt es sich mit Sensoren am Arbeitsplatz zu arbeiten. Diese kann man auf eine bestimmte Luxzahl programmieren. Sollte die gemessene Luxzahl am Arbeitsplatz 500 Lux fallen, werden die Lampen mit Hilfe eines Dimmers heller und gleichen somit das fehlende Tageslicht aus. Sollte, zB auf Grund eines schönen Sommertages, genügend natürliches Licht am Arbeitsplatz vorhanden sein, so registriert der Sensor darauf und dimmt die Lampen. So wird eine konstante Lichtsituation erzeugt und man spart dabei sogar noch Strom.

Blendung am Arbeitsplatz vermeiden
Eine Blendung sollte am Arbeitsplatz vermieden werden, da sie eine enorme Belastung für das Auge darstellt, ermüdend wirkt und sogar eine Stressreaktion beim Arbeiter auslösen kann. Man unterscheidet hier zwischen Direktblendung und Reflexblendung. Eine Direktblendung wird z.B. durch die Sonne oder ungünstig platzierte Lichtquellen verursacht. Die Blendung durch Reflexionen wird zwar auch durch Lichtquellen erzeugt, jedoch spielen da meist eher ungünstig gewählte Materialien die entscheidende Rolle. Spiegelnde Schreibtischoberflächen und glänzende Büroausstattung sind daher eher unvorteilhaft. Oft lassen sich solche Probleme, durch einfaches Umstellen des Schreibtisches oder der Lichtquellen, schnell und einfach beheben